Gabriele Küstner - Mosaik-Objekte -
Wir laden Sie herzlich ein:
am Sonnabend, den 6. November 1999, von 14-18 Uhr.
Die Künstlerin ist anwesend
Ausstellungsdauer: 06.11.1999 - 31.12.1999

Gabriele Küstner
1958 in Göttingen geboren
1981
bis 1984 Staatliche Glasfachschule Hadamar. Ausbildung als Glasschleiferin und
-ätzerin bei Willi Pistor und Josef Welzel.
1984 Gesellenprüfung
1984 bis 1985 Assistentenstelle als Glasschleiferin bei David Huchthausen am
"Appalachian Center for Crafts", Smithville, Tennessee, USA
1985 Scholarship student an der "Pilchuck School for Glass", Stanwood, Washington,
USA
1986 Beginn der eigenen Werkstatt in Bovenden- Rodetal bei Göttingen
1991 bis 1992 Teaching Assistant an der "Pilchuck School for Glass", USA
1995 Meisterprüfung als Glasveredlerin
Werke in öffentlichen Sammlungen (u.a.) :
Glasmuseum Ebeltoft, Dänemark
Glasmuseum
Wertheim
Museum
für dekorative Kunst, Prag
Museum
für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Schleswig-Hosteinisches
Landesmuseum, Schleswig
Glasmuseum
Immenhausen
Städtisches
Museum, Göttingen
Museum
für Natur- und Stadtkultur, Schwäbisch-Gmünd
Kunstgewerbemuseum
Dresden
Gabriele Küstner beschreibt ihre Arbeitsweise mit folgenden Worten:" Meine Schalen entstehen aus Glasstäben verschiedener Durchmesser, die mit speziellen Farben bemalt werden. Diese Farben werden im Keramikofen bei ca. 600 C eingebrannt. Die Stäbe zersäge ich an der Diamantsäge in etwa 1 cm lange Stücke, bzw. dem Entwurf entsprechend in unterschiedlich große Teile. Diese lege ich zu einem bestimmten Muster und verschmelze sie zu einer Platte. Dies geschieht in einem Keramikofen bei einer Temperatur von 800 C. Nach dem Kühlvorgang wird die zusammengeschmolzene Platte an einer horizontal laufenden Eisenscheibe mit Siliziumkarbid von beiden Seiten plan geschliffen. Die so vorbereitete Glasplatte wird in eine speziell beschichtete Keramik- oder Metallschalenform- die der späteren Positivform entspricht- gelegt und ein weiteres Mal im Keramikofen bei einer Temperatur von etwa 700 C in die Negativform "abgesenkt". Zum Schluß wird der unebene Rand der Schale an der Eisenscheibe plan geschliffen und erhält am Kuglerwerkzeug mit einer Korundschleifscheibe ein Finish. Dieses ist die antike römische Technik "Millefiori" oder "Glasmosaiktechnik".