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Das
Aqua Alta, die Flutkatastrophe in Venedig im Jahr 1980, veränderte das
Leben von Massimo Nordio (geb. 1947) entscheidend. Das Hochwasser der
Lagune überschwemmte sein Fotoatelier und ruinierte die Grundlage seiner
Arbeit. "Es war ein dramatischer Augenblick, aber zugleich erhellend von
der Fotografie loszulassen, als hätte ich plötzlich verstanden, daß es
unmöglich ist die Realität im Foto festzuhalten. Ich entschied mich, meine
Energie auf Glas zu konzentrieren..." Die Techniken in denen er arbeitet
sind hochgradig virtuos. Sie zeugen von der alterwürdigen Tradition der
venezianischen Glasmacherkunst im besten Sinne. Hinter allem steht Massimo
Nordios künstlerisches Thema, der Rythmus. Auf der Suche nach Strukturen
durchläuft er in seiner Arbeit alle Bereiche geometrischer Abstraktion
und ornamentaler Stilisierung. Nordio vollzieht in seinen Objekten meisterlich
die gefährliche Gratwanderung zwischen stechender Irritation, die die
seltenen Farbkombiantionen in Verbindung mit ungewohnten Formen auslösen
und einem eleganten Schönheitsverständnis ganz im italienischen Stil.
Massimo Nordios Objekte findet man in den wichtigsten Glassammlungen weltweit,
u.a. dem Museo Vetrario auf Murano, dem Kunstmuseum
Düsseldorf, dem Musée des Arts Décoratifs in Paris, dem Corning Museum
of Glass in New York oder dem Daiichi Museum in Nagoya, Japan.
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